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Montag, 01 April 2019 10:35

Wie schützt man sich richtig vor Einbrechern?

Es ist ein Albtraum für die Betroffenen: Nichtsahnend kommt man nach Hause, die Eingangstür ist aufgebrochen, das Haus oder die Wohnung durchwühlt bzw. verwüstet. 70 Prozent der Einbrüche passieren zwischen 14 und 22 Uhr – wenn niemand zu Hause ist. Doch wie kann man sich am besten vor Einbrechern schützen? Dabei hilft nicht nur mechanische Technik, sondern auch das richtige Verhalten im Umfeld.

Die Tipps der Polizei Hannover zur Verhaltensprävention:

- Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren – benutzen Sie die abschließbaren Fenstergriffe und legen Sie die Schlüssel nicht sichtbar zur Seite.

- Halten Sie in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets geschlossen – ebenso den Eingang (auch tagsüber!).

- Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.

- Nutzen Sie einen Klingelunterbrecherschalter. Ist der Klingelunterbrecher eingeschaltet, wird das Läuten verhindert, wenn jemand die Klingel drückt. Ein Einbrecher kann dann nicht einschätzen, ob jemand zuhause ist.

- Verwenden Sie ggf. einen Fernsehsimulator. Das Fake-TV simuliert die Lichteffekte eines Fernsehers und signalisiert damit, dass jemand zuhause ist (Anwesenheitssimulation). Gesteuert werden kann die Fernsehattrappe z. B. per Zeitschaltuhr oder SmartHome.

- Ziehen Sie Haustür oder Wohnungstür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie zweifach ab.

- Schließen Sie Gartentore ab.

- Lassen Sie keine Schlüssel in den Schlössern stecken.

- Verstecken Sie Ihre Schlüssel niemals draußen, denn Einbrecher kennen alle Verstecke.

- Geben Sie Hausschlüssel, die Sie nicht benötigen, an eine vertrauenswürdige Person oder nehmen Sie diese mit.

- Rollläden sollten nur zur Nachtzeit – und keinesfalls tagsüber – geschlossen werden. Herkömmliche Rollläden stellen keinen wirksamen Einbruchschutz dar und schließlich wollen Sie ja nicht auf den ersten Blick signalisieren „Bin nicht da!“

- Hinterlassen Sie bei längerer Abwesenheit keine Abwesenheitsnotiz auf Ihrem Anrufbeantworter, sondern schalten Sie besser eine Rufumleitung auf Ihr Handy.

- Bringen Sie keine Abwesenheitsnotiz an der Haustür oder Wohnungstür an. Wenn Sie z. B. ein Paket erwarten, informieren Sie besser einen vertrauenswürdigen Nachbarn.

- Bitten Sie einen Nachbarn, Freund oder Familienangehörigen bei längerer Abwesenheit, Ihren Briefkasten regelmäßig zu leeren, die Blumen zu gießen, die sichtbaren Rasenflächen zu mähen und z.B. ab und an in Ihrer Einfahrt oder auf Ihrem Parkplatz zu parken (Anwesenheitssimulation).

- Lassen Sie z. B. Gummistiefel vor der Haustür oder Wohnungstür stehen (Anwesenheitssimulation).

- Lassen Sie in verschiedenen Räumen immer mal wieder das Licht an- und dann wieder ausgehen - per Zeitschaltuhr oder SmartHome gesteuert (Anwesenheitssimulation).

- Lassen Sie elektrische Rollläden mit Hilfe einer Zeitschaltuhr oder per SmartHome-Anwendung morgen hoch und abends herunterfahren. Bei normalen Rollläden könnten Sie Nachbarn, Familie oder Freunde darum bitten, die Rollläden morgens und abends raufzuziehen bzw. herunterzulassen (Anwesenheitssimulation).

- Bestellen Sie für den Zeitraum Ihrer Abwesenheit die Zeitung und ggf. weitere Lieferdienste ab.

- Stellen Sie Leitern und Gartenwerkzeug grundsätzlich immer ins Haus oder einen abgeschlossenen Schuppen. Schließen Sie auch Mülltonnen ein. So bieten Sie einem Täter keine Aufstiegshilfe.

- Legen Sie für Einbrecher verführerische Dinge – wie Handys, Kameras, Laptops – nicht von außen sichtbar ab.

- Deponieren Sie Wertgegenstände – wie Bargeld und Schmuck – in einem polizeilich empfohlenen Safe oder bei Ihrer Bank.

- Wenn Sie eine Alarmanlage besitzen, aktivieren Sie sie und informieren Sie, wenn notwendig, einen vertrauenswürdigen Nachbarn, was im Alarmfall zu tun wäre.

- Informieren Sie vertrauenswürdige Personen über die Länge Ihrer Abwesenheit.

- Schreiben Sie Ihre Kontaktdaten niemals auf Schlüsselanhänger. Schreiben Sie Ihre Kontaktdaten auch nicht auf Ihr Gepäck, sondern legen Sie besser eine Kontaktnotiz in Ihren Koffer.

- Erregen Sie kein großes Aufsehen, wenn Sie Haus oder Wohnung verlassen.


Wichtige Hinweise:

Auf der Homepage https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Pressematerial/Themen-kompakt/Einbruchschutz/ gibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Hinweise zur finanziellen Förderung von Maßnahmen zum Einbruchsschutz - z.B. bis zu 1.600,00€ in Bestandsgebäuden. Die Zuschüsse müssen vor Beginn der Maßnahmen über das KfW-Zuschussportal (digital) beantragt werden. Ein entsprechender Link zur elektronischen Antragsstellung befindet sich ebenfalls auf der Seite.

Außerdem ist die Polizei Hannover zum Thema „Technische Prävention“ für Fragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0511-109-1114 zu erreichen.