Mittwoch, 19 Mai 2021 18:26

Online-Seminar zu „baulichen Veränderungen“ im neuen WEG

Das neue Wohnungseigentumsrecht mit dem Schwerpunkt „bauliche Veränderungen“ war das Thema des Online-Seminars bei HAUS & GRUNDEIGENTUM. Als Expertin referierte Rechtsanwältin Christine Hagenah. Die wichtigsten Fakten:

Allgemeines zum neuen WEG:

- Sondereigentümer können nach dem neuen WEG kein eigenes Recht mehr geltend machen (z.B. bez. Rückbau)
- Aktivlegitimation (aktuell BGH-Urteil vom 07.05.2001) – die Gemeinschaft kann einen Beschluss fassen, dem Einzelnen ist die Aktivlegitimation abzusprechen.
- Die Wohnungseigentümergemeinschaft ist ohne Verwalter nicht handlungsfähig.
- Der Verwalter ist jederzeit abrufbar.
- Die Eigentümerversammlung ist weiterhin eine Präsenzveranstaltung.
- Eine elektronische Teilnahme regeln die Wohnungseigentümer durch einen Beschluss oder Umlaufverfahren.

Bauliche Veränderungen:

- Erhaltung des Ist-Zustandes, Soll-Zustand kann „wegbeschlossen“ werden.
- Die Wohnungseigentümer können mehrheitlich beschließen, die Überdachung zu entfernen, um die Kosten der Erhaltungsmaßnahme zu sparen.
- Kein rechtmäßiges Bauen ohne Beschluss.
- Veränderungssperre (keine grundlegende Umgestaltung) – aber nach privilegierter Gestattungsmaßnahme nach § 20 Abs. 2 sind angemessene Veränderungen möglich (z.B. für Menschen mit Behinderung, elektr. Laden von Fahrzeugen, Einbruchsschutz, Anschluss an das Telekommunikationsnetz).
- Die Verteilung der Kosten erfolgt im Rahmen der Jahresabrechnung.