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Freitag, 20 Mai 2022 14:49

Geschäftsführerin von HAUS & GRUNDEIGENTUM im HAZ-Interview

Die Themen waren der Ruf von Vermietern, die größten Probleme mit Mietern und was beim Klimaschutz falsch läuft. In einem Interview mit der HAZ stand Dr. Mady Beißner, Geschäftsführerin von HAUS & GRUNDEIGENTUM, ausführlich Rede und Antwort.

Frau Beißner, das Mieten ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Würden Sie sagen, dass Mieten in Hannover zu hoch sind?

„Nein, das würde ich nicht sagen. Wir müssen auch sehen, wie sich die Miete zusammensetzt. Die Bruttomiete ergibt sich aus Nettomiete plus Nebenkosten. Die privaten Vermieter – und nur für die spreche ich – haben nur die Nettomieten in der Hand. Die Zahlen zeigen, dass private Vermieter die Miete nur in sehr großen zeitlichen Abständen erhöhen. 20 Prozent der Vermieter erhöhen die Miete nur, wenn ein Mieterwechsel stattfindet.“

Woran liegen die steigenden Kosten denn?

„Das Hauptproblem sind die rasant ansteigenden Energiekosten. Von Januar 2021 auf Januar 2022 hatten wir eine Steigerung von mehr als 20 Prozent. Durch die Klimaziele, die wir uns gesetzt haben, und was davon seitens der EU auch schon umgesetzt wird. Das trifft die Mieter natürlich. Auch die energetische Modernisierung von Gebäuden, die in den letzten Jahren forciert wurde, kostet viel Geld. Ein kleiner Teil davon kann auf Mieter umgelegt werden, was denen dann auch weh tut.“

Sie sind der Meinung, dass beim Klimaschutz übertrieben wird?

„Dass Klimaschutz wichtig ist, steht außer Frage. Für mich gilt aber der Grundsatz: Man muss es bis zu Ende denken. Das passiert aus meiner Sicht nicht. Man sollte in kleinen, maßvollen Schritten vorgehen. Damit alle damit leben können. Meiner Meinung nach geht vieles zu schnell. Klimaneutrale Gebäude sind unser Traum, aber Träume lassen sich nicht von heute auf morgen verwirklichen.“

Aber was wäre die Alternative? Sie sagen, es geht zu schnell mit dem Klimaschutz. Die Wissenschaft sagt, es geht zu langsam.

„Ich verstehe, wenn Wissenschaftler fordern, dass Klimaschutz so schnell wie möglich vorangetrieben werden muss. Es muss aber finanzierbar sein. Es hilft nichts, wenn wir das eine Ziel schnell erreichen, auf der anderen Seite aber ganz viel kaputt machen und Sorge und Leid schaffen. Unser Zuhause ist für uns alle das Wichtigste.“

Sie beschweren sich darüber, dass Vermieterinnen und Vermieter einen zu schlechten Ruf haben. Woher kommt das Ihrer Meinung nach?

„Ich denke, dass das viel mit der medialen Darstellung zu tun hat. Über problematische Einzelfälle wird viel berichtet. In der Praxis sieht es aber so aus, dass die allermeisten privaten Vermieter eine sehr enge, gute Beziehung zu ihren Mietern haben. Natürlich machen Vermieter auch Fehler, etwa bei der Nebenkostenabrechnung. Meiner Erfahrung nach hat das aber dann oft mit Regelungen zu tun, die über Jahre komplizierter geworden und nicht mehr so leicht zu durchblicken sind, und nicht mit bösem Willen.“

Was sind die hauptsächlichen Probleme, die Ihre Mitglieder mit Mietern haben?

„Laut unserer Rechtsabteilung gibt es in letzter Zeit häufiger Probleme mit sogenannten Messies, die Wohnungen verwüsten. Was hingegen wohl fast gar nicht mehr auftritt, sind Mietnomaden.“

Freitag, 20 Mai 2022 11:25

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir Sie als

Rechtsanwaltsfachangestellte (m/w/d) in Vollzeit

Seien Sie mit dabei und steigen Sie zur Verstärkung unseres Juristensekretariats bei uns ein, wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung als Rechtsanwaltsfachangestellte/r haben und möglichst über Kenntnisse im Umgang mit RA-Micro verfügen.

Ihre Aufgaben bei uns:

  • Erledigen von Korrespondenz mit Mitgliedern, Anwälten und Behörden nach Diktat oder selbständig
  • Organisation des Büroalltags mit Übernahme administrativer Aufgaben, Aktenführung und Bearbeitung von Wiedervorlagen
  • Bearbeitung von Postein- und Postausgang
  • Überwachung und Verwaltung von Fristen, Terminen und Wiedervorlagen
  • Rechnungsstellung
  • außergerichtliches und gerichtliches Mahn- und Vollstreckungswesen, Insolvenzverfahren

Wir bieten Ihnen:

  • Einen Arbeitsvertrag in Vollzeit
  • Eine Beschäftigung in einem bekannten, mittelständischen Unternehmen
  • Einen Arbeitsplatz in zentraler Citylage von Hannover (Nähe Hauptbahnhof)
  • Eine kollegiale, wertschätzende Zusammenarbeit mit flacher Hierarchie und Kommunikation auf Augenhöhe
  • Eine flexible Arbeitszeit durch Gleitzeitregelung
  • Eine umfassende Einarbeitung

Interesse geweckt?

Wenn Sie in einem dynamischen Team arbeiten möchten, freuen wir uns über Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Angabe Ihres Gehaltswunsches und frühestmöglichen Eintrittstermins.

Über HAUS & GRUNDEIGENTUM Hannover e. V.

Wir vertreten die Interessen von über 12.000 Mitgliedern in allen Fragen rund um die Immobilie.

HAUS & GRUNDEIGENTUM Hannover e. V., Theaterstraße 2, 30159 Hannover
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! • www.haus-und-grundeigentum.de

Donnerstag, 12 Mai 2022 14:48

Bestseller von Peter Hahne im Service-Center erhältlich

Auf unserer Jahreshauptversammlung am 11. Mai war der bekannte ehemalige ZDF-Journalist und Buchautor Peter Hahne der gefeierte Gastredner. Aufgrund der großen Nachfrage sind ab sofort seine Bestseller „Das Maß ist voll“ und „Nicht auf unsere Kosten“ für 12 bzw. 10 Euro in unserem Service-Center in der Theaterstraße 2 käuflich zu erwerben. Alle Bücher sind im Übrigen von ihm handsigniert.  

Mittwoch, 13 April 2022 10:12

Geschäftsbericht 2021 von HAUS & GRUNDEIGENTUM

Der Verein kann für das vergangene Jahr gesellschaftlich, wirtschaftlich und teilweise auch politisch ein positives Fazit ziehen.
Montag, 28 März 2022 16:35

Offener Brief an FDP-Politiker

Sehr geehrter Herr Dürr,

sehr geehrter Herr Gerschau,

Ihre Koalitionspartner haben vor wenigen Tagen ein Klimaklassen-Modell zur Umlagefähigkeit des CO2-Preises vorgestellt. Dieses ist ein einschneidenden Paradigmenwechsel, der zu einer außerordentlichen Benachteiligung der privaten Immobilieneigentümer führen würde.

Die privaten Vermieter, die in den vergangenen Jahren vorangegangen und das Wagnis von Effizienzmaßnahmen eingegangen sind, werden für ihre bisherigen Investitionen bestraft. Und wer heute Modernisierungsmaßnahmen plant, könnte nicht sicher sein, ob er die richtige Wahl trifft. Gerade private Vermieter sind einem hohen finanziellen Risiko ausgesetzt, da sie bei Investitionen in ihr Eigentum meist alles auf eine Karte setzen. Eine Fehlentscheidung infolge von politischem Aktionismus führt dann zum wirtschaftlichen Totalschaden ihrer Immobilie, die sie für die Altersvorsorge erworben haben.

Das vorgelegte Modell ist, mit Verlaub, praxisfern und nicht zu Ende gedacht. Es berücksichtigt weder die unterschiedlichen Gegebenheiten des deutschen Gebäudebestands noch schafft es tatsächliche Anreize, private Eigentümer auf den Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen.

Das geschulte Auge kommt mit Blick auf den bisherigen Entwurf zu dem Schluss, dass ein Bürokratiemonster für Eigentümer, Verwalter und auch Mieter auf den Weg gebracht wird, das zu Konflikten führen wird. Bedauerlicherweise mussten wir in den vergangenen Jahren erleben, dass durch wortgewaltige Beiträge gerade Ihrer Koalitionspartner versucht wurde, Fronten zwischen Mietern und Vermietern aufzubauen, für die es in der Praxis kaum Gründe gab. Das Klimaklassen-Modell hat nun das Potenzial, tatsächlich Verwerfungen zwischen Mietern und Vermietern herbeizuführen.

Ich möchte mit großem Nachdruck deutlich machen, dass das Klima effektiver und kostengünstiger geschützt würde, wenn die Umlagefähigkeit des CO2-Preises erhalten bliebe und alle Bürger über ein Klimageld entlastet werden.

Anbei habe ich Ihnen eine Liste mit meinen Bedenken und Offenlegungen von Absurditäten des vorliegenden Modells beigefügt. Dies ist nichts Geringeres als ein Realitätscheck und eine Vorschau darauf, was die privaten Immobilieneigentümer in Deutschland, die über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland verfügen, erwartet.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe auch mit besten Grüßen von Herrn Rainer Beckmann.

Dr. Mady Beißner

Geschäftsführerin/Syndikusrechtsanwältin

Montag, 28 März 2022 16:27

Zensus 2022: Eigentümer sind zur Auskunft verpflichtet

Im Mai startet die deutschlandweite Volkszählung der Statistikämter der Länder. Doch was bedeutet das für Vermieter oder Eigentümer? Welche Daten müssen weitergegeben und müssen Mieter darüber informiert werden?

Beim Zensus handelt es sich um eine bundesweite Volkszählung, die alle zehn Jahre stattfindet. Die letzte Befragung fiel auf das Jahr 2011. Aufgrund der Corona-Pandemie entschieden sich das Statistische Bundesamt und die Landesstatistikämter allerdings dazu, die Erhebung um ein Jahr zu verschieben. Der neue Stichtag für den Zensus fällt auf den 15. Mai 2022.

Warum gibt es einen Zensus? 

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich dazu verpflichtet, die amtlichen Bevölkerungszahlen sowie weitere Zensusmerkmale alle zehn Jahre zu erfassen. Rechtsgrundlage ist das Zensusgesetz 2022 (ZensG), das die Durchführung der Volkszählung regelt. Als wichtiges politisches Instrument liefern die Ergebnisse des Zensus nicht nur genaue Bevölkerungszahlen, sondern geben auch Auskünfte zu den Lebens- und Wohnverhältnissen der Bevölkerung.

Zehn Prozent der Bevölkerung werden befragt 

Beim Zensus handelt es sich um eine Vollerhebung. Da es aus organisatorischen und auch Kostengründen allerdings nicht möglich ist, jeden Bürger der Bundesrepublik zu befragen, wird ein Großteil der Informationen aus bestehenden Verwaltungsregistern genutzt. Dies hat den Vorteil, dass eine Teilerhebung innerhalb der Bevölkerung ausreicht. Die Stichprobengröße dieser Teilerhebung umfasst etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung.

Was wird gefragt? 

Wer für die Stichprobe herangezogen wird, wird von seinem Landesamt kontaktiert und die Informationen werden durch Fragebögen oder durch Vor-Ort-Befragungen erhoben. Die Fragebögen können online oder händisch ausgefüllt werden.

Für Eigentümer ist vor allem die Gebäude- und Wohnungszählung 2022 relevant. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Fragen zum Wohnobjekt, wie etwa der Art des Gebäudes, den Eigentumsverhältnissen, dem Gebäudetyp, dem Baujahr, der Heizungsart sowie der Energieträger und der Anzahl der Wohnungen. Zudem werden Informationen zur Wohnung abgefragt, wie beispielsweise der Nutzungsart, der Wohnfläche, der Anzahl der Räume, der Nettokaltmiete, der Leerstandsdauer sowie den Leerstandsgründen.

Wer muss antworten – Eigentümer oder Hausverwaltung?

 

In der Regel werden die Eigentümer selbst befragt. Falls einer Verwaltung alle benötigten Gebäude- und Wohnungsmerkmale vorliegen, wird die Verwaltung als auskunftspflichtig ausgewählt. Die Auskunftsfähigkeit wird in der Vorbereitungsphase des Zensus bei den Verwaltungen abgefragt. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass sich die Eigentümerseite und Verwaltung darauf verständigen, wer die Auskunft gibt. Hierbei ist eine Auskunft pro Wohneinheit ausreichend.

Was ist beim Thema Datenschutz zu beachten? 

Für den Zensus besteht nach § 23 ZensG eine gesetzliche Auskunftspflicht. Die Weitergabe der Daten durch Immobilieneigentümer, Vermieter und Hausverwaltungen ist nach Artikel 6e DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) erlaubt und rechtmäßig zulässig, da die Verarbeitung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist. Als Vermieter benötigen Sie daher keine gesonderte Einwilligung der Mieter zur Übermittlung ihrer wohnungs- und personenbezogenen Daten an die Statistikämter. Allerdings müssen die betroffenen Mieter nach Artikel 13 Absatz 3 DSGVO vorab über die Weitergabe ihrer Daten informiert werden.

Detailliertere Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen sowie ein Musterschreiben zur Benachrichtigung von Mietern erhalten Sie in unserem Infoblatt zum Thema Zensus 2022 unter: https://www.hausundgrund.de/service/infoblatter

Jakob Grimm

Referent Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik

Dienstag, 01 Februar 2022 11:30

Das neue Grundsteuergesetz: Ab Juli geht es los!

Niedersachsen hat seit Mitte des vergangenen Jahres ein neues, eigenes Grundsteuergesetz – das Flächen-Lage-Modell soll einfacher und gerechter sein als die verkehrswertorientierte Regelung des Bundes (s. Kasten). In diesem Jahr geht es mit der Reform los. Aber was heißt das für Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, Häusern und Wohnungen?

Dienstag, 01 Februar 2022 11:27

Stadt legt neue Fernwärmesatzung vor

Das soll sich für Eigentümer ändern

Die Stadt Hannover macht beim Thema Heizen jetzt ernst, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Künftig soll der Einbau von Öl- und Gasheizungen bei zu erneuernden Bestandsanlagen oder Neubauten nicht mehr möglich sein – sie müssen durch Fernwärme ersetzt werden.

Dienstag, 01 Februar 2022 11:24

Das ist neu im Jahr 2022

In diesem Jahr gelten viele neue Regelungen und Gesetze. Die wichtigsten Neuerungen für Eigentümer und Vermieter im Überblick:

 

Mittwoch, 05 Januar 2022 15:07

Keine Solarpflicht auf Wohngebäuden in Niedersachsen

Es wurde monatelang kontrovers diskutiert, jetzt ist die Entscheidung gefallen: In Niedersachsen wird es keine Solarpflicht auf Dächern von Wohngebäude-Neubauten geben.
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